Exkursion am 17.07.09 zum “Gewerbepark Neckartal” in Rottweil


An der Exkursion der PGW am 17.07.09 zum Gewerbepark Neckartal nahmen 22 Personen teil. Die Teilnehmer wurden zunächst vom Wirtschaftsförderer der Stadt Rottweil, Herrn Robert Walz über die Entstehungsgeschichte des Gewerbeparks informiert.

TeilnehmerRealisierung

Das ca. 11 Hektar große Gelände mit über 100 historischen Gebäuden befand sich zum Zeitpunkt der Erschließung als Gewerbepark im Eigentum der Firma Rhodia. Dies ist bis heute so. Die Stadt Rottweil hat anhand eines Bebauungsplans die Nutzung des Geländes festgelegt und die erforderlichen Straßen, Wasser- und Abwasser-, sowie Elektrizitätsversorgung übernommen.

Ein Kauf des Geländes durch die Stadt fand nicht statt.

Die Gebäude wurden nach und nach an private Firmen und Neugründer zu äußerst günstigen Konditionen (Mietpreise ca. 1-2 EUR/qm) zunächst vermietet. Im Gegenzug dazu wurde die Instandsetzung bzw. Umgestaltung der Gebäude ausschließlich von den Mietern übernommen und finanziert.

Kraftwerk

Umnutzung vor Abbruch

(Bild: ehemaliges Kraftwerk)

Bei der Wiederbelebung der Gewerbebrache hatte die Umnutzung und Renovierung bzw. Anpassung an neue Nutzung der vorhandenen Gebäudesubstanz Priorität vor dem Abbruch. Dies ist einerseits begründet durch die insgesamt höheren Kosten für die Nutzbarmachung in Verbindung mit dem Abbruch. Zum anderen können Firmen (vor allem Neugründer) ohne hohe Initialfinanzierungen beginnen und die erforderlichen Umgestaltungen über einen längeren Zeitraum aus laufenden Einnahmen realisieren.

KolossaalDer (zum Teil unveränderte) Erhalt der alten Gebäudesubstanz hat einen Charme, der den Besucher des Parks fasziniert.

(Bild: Veranstaltungssaal “KOLOSSAAL”, ehemalige Zentralhalle des Kraftwerks)

 

 

 

Altlastensituation

Wie bei den meisten industriell genutzten Flächen waren auch im Gewerbepark Neckartal Altlasten vorhanden. Diese wurden nach dem Verursacherprinizp vom Eigentümer des Geländes beseitigt, sodass einer Nutzung nichts mehr im Wege steht.

Neu und AltKosten und Fördermittel

Nach Angabe des Wirtschaftsförderers beliefen sich gesamten Kosten der Stadt für die Geländeerschließung auf 5,6 Mio EUR.

Davon wurden 60% aus Fördermitteln finanziert. Bei der Höhe des Betrags muss berücksichtigt werden, dass das weitläufige, 11 Hektar große Gelände aus der Zeit der industriellen Nutzung vollständig autark, d.h. hinsichtlich allen Versorgungen wie Strom, Wasser, Abwasser von der umliegenden Stadt abgeschnitten war. Umfangreiche Erschließungsmaßnahmen waren also erforderlich.

Weitere Informationen:

www.gewerbepark-neckartal.com